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CAN Meeting
Sonntagnachmittag waren fünf aus unserer Delegation beim Can Strategiemeeting. Eine beeindruckte Atmosphäre. Weit über tausend Menschen aus allen Teilen der Welt von unterschiedlichen NGO`s, die über die Strategie der nächsten Woche diskutieren. Da das Ganze in der Universität stattfand, hatte das Ganze auch etwas vom Unileben.
Zu Beginn wurde die erste Woche bewertet. Sehr viel frustrierendes, aber auch einige kleine Lichtblicke. Vor allem die Berichte der einzelnen Staaten und Gruppierungen war sehr interessant. Zum Beispiel die Ziele der EU, die sind auf den ersten Blick sehr gut, auf den zweiten Blick jedoch zeigen sich viele Probleme. Es gibt viele Schlupflöcher, es gibt also noch viel zu tun.
In der Working Group Mitigation ging es vor allem um das Schaffen von Öffentlichkeit. Es darf nicht nur über die Reduktionsziele als theoretische Zahlen gehen. Wir müssen den Menschen berichten, was diese Zahlen wirklich bedeuten.
Staaten werden verschwinden, Menschen werden hungern, ihre Lebensräume verlieren und sterben.
Dies müssen wir verhindern und es war beim CAN Meeting gut zu sehen, dass wir viele sind. Die Energie im Raum war zu spüren, die zweite Woche wird spannend, anstrengend, wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
Power of Youth!
Es bewegt sich was, zumindest in unserem kleinen Rahmen. Justus und ich waren gestern bei einem Treffen der Youngos, einem gemeinsamen Treffen der verschiedenen Jugendorganisationen. Da war Energie in der Luft…und Geld! Da wir ab morgen nicht mehr ins Bella Center dürfen, wird es in der Nähe ein Alternativzentrum geben, von dem aus sich die tausenden NGO-Vertreter, die nicht mehr rein dürfen, koordinieren können. Um ein Gebäude zu mieten, haben die Group-Leader in wenigen Minuten über 40.000 Euro locker aufgetrieben. Per SMS!
Das übersteigft die Möglichkeiten unserer Delegation natürlich um ein Zigfaches. Aber hey, wir sind Teil davon, wenn auch nur ein kleiner!
Heute morgen um Viertel vor 6 wurde ich von Radio Bochum interviewt, dem Sender, bei dem ich im echten Leben freier Mitarbeiter bin. Obwohl ich das jetzt fast 1 1/2 Jahre mache ist es doch ein Unterschied, ob man jemanden das Mriko ins Gesicht hält oder ob sich auf einma l selbst etwas zurecht stottert. Jetzt sitzen Jutta, Jenny, Dominik und ich bereits seit einer Stunde im Bella Center bei der nächsten Youngo-Runde. Schade, dass nicht alle von uns mitmachen! Es ist eben ein ständiger Kompromiss zwischen Schlaf und Action. Gut, dass es Kaffee gibt!
Gerade les ich, dass der Vorstandsvorsitzendes des Handelskonzerns Metro, Eckhard Cordes, die Bundesregierung davor warnt, zu weit zu gehen bei den Verhandlungen, das würde Arbeitsplätze kosten. Toll! Und wenn wir es nicht schaffen, ein bindendes Abkommen zu schaffen, 40% Co2 bis 2020 einzusparen verlieren Menschen ihre Heimat, ertrinken, verhungen. Aber gut, dass die Prioritäten bei der deutschen Industrie klar sind!






