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Klimademo: Riesiger Erfolg
Heute war die zentrale Demonstration der Klimaaktivisten in Kopenhagen. Laut Veranstalterseite waren etwa 100 000 Leute da, die Presse liegt in ihren Einschätzungen teilweise darunter. Für uns ist auf jeden Fall klar, dass die Demo ein voller Erfolg war!
Trotz klirrender Kälte haben wir auch vor der Demo schon an der Aktion von FoEI teilgenommen. Als Welle verkleidet (also eingepackt in Müllbeutel und blaue Anziehsachen) haben wir die Kopenhagener Innenstadt geflutet.
Die Rolle des schwarzen Blocks war übrigens minimal. Viel wichtiger waren kreative Aktionen und gute Stimmung. Obwohl klar ist, dass von dieser Seite agressive Aktionen geplant sind, waren sie auf der Demo nur eine Randerscheinung. Das könnte auch daran gelegen haben, dass sie so früh von der Polizei gekesselt wurden. Auch wenn von der Seite der Presse Konflikte mit der Polizei oftmals in den Mittepunkt gestellt werden, sollte man die Kernaussage der Demo und der meisten Anwesenden nicht vergessen: Wir brauchen einen gerechten und rehtlich binden Klimavertrag! Die bisherigen Ansätze sehen hier leider schlecht aus.
Auch die BRD bekleckert sich nicht mit Ruhm. Was etwa die Finanzierung Anpassungsprojekten angeht, so ist geplant zukünftig die Entwicklungshilfe mit den Kosten für die Anpassung an den Klimawandel zu verrechnen. So kann die BRD ihr Image und ihre Verantwortung als Vorreiter im Klimaschutz nicht gerecht werden.
Impressionen
Hey
Kopenhagen…wir sind registriert und laufen mit den schicken Umhaengebaendchen,auf denen der Schriftzug UNFCCC prangt, durch das Konferenzgebaeude. Jacken aus, Taschen und alle moeglichen Wertgegebstaende in gelbe Boxen und dann wurden wir ueberprueft. “Wie fliegen, nur schlimmer”, meinte Dominik. Richtig…und doch: ueberwaeltigend! Hier gibt es gibt stetig Neuigkeiten, interessante Menschen allerorts, wir sind weit entfernt vom “Big picture”, entmutigt, was die weiteren Verhandlungspositionen anbelangt und gespannt, was sich dann doch noch rausholen lassen wird. Ein Teil von uns ist auf dem Weg zur Flut Aktion der BUND Jugend und Christian, Jutta und ich werden gleich zu einem Treffen der Deutschen Delegation gehen. Hoffentlich kommen wir zu dritt rein…
Schutzzölle für den Klimaschutz?
War gestern bei einer spannenden Diskussion zum Thema “Schutzzölle für den Klimaschutz?! Die Diskussion um Klima und Handel zwischen Genf (WTO) und Kopenhagen (Klimagipfel)”.
Die Veranstaltung wurde iniziiert von Weed , Attac Berlin, Deutschen Naturschutzring und dem Forum Umwelt & Entwicklung,
Mit dabei Tilman Santarius von Heinrich Böll-Stiftung und Lutz Weischer vom World Resources Institute, Washington
War zwar nicht massenhaft besucht, aber dadurch gab es eine gute Diskussion, vor allem mit dem Publikum.
Fazit : Die Dimension des Klimawandels ist so groß, das Schutzzölle sich eigentlich eher auf die Protektionismusdebatte in den verschiedenen Volkswirtschaften der Länder bezieht und sich im Grunde schon deshalb nicht lohnen, weil sie von der Wirkung her eher eine abwehrend und nicht vertrauenschaffend sind. In Zeiten, in denen wir für ein starkes Post-2012 brauchen, sind solche Maßnahme also nicht förderlich. Zudem ist der bürokratische Aufwand einfach viel zu groß.
Spannend war auch die Frage, ob nicht Schutzzölle für Solarunternehmen in Deutschland sinnvoll seien, vor allem jetzt, da die Solarindustrie große Konkurrenz aus dem asiatischen Raum bekommt. Diese Frage wurde jedoch klar mit nein beantwortet. Leider musste Milan Nitzschke von SolarWorld kurzfrisitg absagen. Seine Sichtweise in diesem Punkt hätte die Diskussion sicherlich bereichert.
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