Von Strahlen der Sonne, Visionen und anderem
Gerade habe ich in der Sueddeutschen das Streiflicht gelesen –>lohnend! Denn was dort steht, lässt sich auch auf Kopenhagen münzen. “Die Strahlen der Sonne vertreiben die Nacht, zernichten der Heuchler erschlichene Macht.”, diese Worte von Sarastro aus Mozarts Zauberflöte werden zitiert. Der Artikel endet mit den Worten: “Wer keine Visisonen hat, kann gleich zum Friedhof gehen.”
Doch wer lehnt sich noch weit aus dem Fenster mit seiner Vision von einem fairen, ambitionierten und bindenden Abkommen in Kopenhagen? Es ist ernüchternd zu sehen, was hier in Aachen an Infos ankommt. In Newslettern erfährt man von Beschwerden der ARD und des ZDF, die NGOs durften nur zu 54 Leuten in das Bella Center, Titelblätter diverser Zeitungen prangern Gewaltausbrüche an – mal seitens der dänischen Polizei, mal seites der Demonstranten. Venezuelas Präsident entdeckt, dass es Klimawandel nur gibt, weil es den Kapitalismus gibt(wie rief man noch auf Kopenhagens Straßen – A-Anti-Antikapitalista??). Ausbrüche, wo man auch hinschaut. Die Klimakonferenz wird zum Spielplatz aller Auswüchse, zum Schauplatz der Bedürfnisse. Wie ein Kind, das quengelt, schreit man seine Sehnsüchte und Forderungen in die Welt, am besten in die Kamera. Wie soll man diese nicht zu bändigenden Kleinkinder ruhig stellen? Werden wir einen Schnuller finden, der einstweilen für Ruhe sorgt? Hat das Kleine nur gezahnt und alles ist nur eine Phase, aus der man herauswachsen wird?
Ich bin ratlos. Anscheinend geht’s anderen ebenso. Wie war das mit den Visionen…??!




